Schimmel in der Wohnung

Schimmel im Winter effektiv vermeiden

Ursachenanalyse und Prävention mit Funktionsfarben

Schimmelbildung in Wohn- und Arbeitsräumen tritt vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf. Selbst bei regulärer Heizung können sich Feuchtespuren oder Schimmelflecken an Wänden, Decken und Raumecken zeigen. Die Ursachen liegen überwiegend in bauphysikalischen Zusammenhängen zwischen Oberflächentemperaturen, Raumfeuchte und Wärmebrücken. Ein fundiertes Verständnis dieser Faktoren ist entscheidend, um Schimmel effektiv und nachhaltig zu verhindern – auch mithilfe von Wandfarbe.

Bauphysikalische Ursachen der Schimmelbildung

Eine zentrale Ursache für Schimmelbildung sind Wärmebrücken, die bereits während der Bauphase entstehen. Ungedämmte Ecken, Anschlüsse an Fenster oder Dach sowie Risse in der Konstruktion führen lokal zu niedrigeren Oberflächentemperaturen. An diesen Stellen kann die Taupunkttemperatur der Raumluft unterschritten werden, sodass Feuchtigkeit kondensiert – dies schafft ideale Bedingungen für Schimmelpilze.

Weitere Ursachen sind:

  • Risse in der Fassade oder defekte Dächer
  • Fehlender Schutz vor Regen
  • Aufsteigende Feuchte im Mauerwerk
  • Ungenügendes Austrocknen nach Bauarbeiten
  • Mangelnde Luftzirkulation durch zu dicht geschlossene Fenster und Türen
  • Unsachgemäßes Heizen und Lüften

Ältere, verschmutzte oder kreidende Anstriche, stark saugende Strukturputze sowie organische Ablagerungen begünstigen zusätzlich die Erstbesiedlung von Schimmelsporen. In solchen Fällen kann eine schimmelhemmende Farbe dabei helfen, die Neubildung von Schimmel zu reduzieren.

Feuchtigkeit im Raum – Haupttreiber für Schimmel

Schimmel am FensterDie häufigste praktische Ursache für Schimmelbildung ist lokal erhöhte Luft- oder Wandfeuchtigkeit. Solche Feuchtespitzen können durch unzureichendes Lüften, falsches Heizen, dichte Gebäudehüllen oder Modernisierungen, wie den Austausch alter Fenster gegen neue Kunststofffenster ohne Anpassung des Lüftungskonzepts, entstehen.

Auch Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk, die bei Neubauten oder nach Wasserschäden nicht ausreichend abgeleitet wurde, kann die Schimmelbildung begünstigen. Kalte Oberflächen begünstigen die Kondensation, da die Wandtemperatur unter den Taupunkt der Raumluft fällt. Kurzfristige Feuchtespitzen, z.B. beim Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen, können lokal kondensieren, insbesondere an schlecht belüfteten oder kühlen Stellen.

Um Schimmel zu verhindern, sollte die relative Luftfeuchtigkeit im Raum 65–70 % und direkt an den Wänden maximal 80 % nicht überschreiten. Diese Werte lassen sich durch regelmäßiges, kurzes und intensives Lüften mehrmals täglich erreichen. Besonders effektiv ist das Querlüften, bei dem feuchte Raumluft innerhalb weniger Minuten gegen trockene Frischluft ausgetauscht wird. Durch die richtige Kombination aus Lüftung, kontrollierter Raumtemperatur und Feuchteregulierung lässt sich ein gesundes Raumklima schaffen, das die Neubildung von Schimmel nachhaltig verhindert.

Luftzirkulation und praktische Prävention

Frau am Fenster GPT 20260105Sind keine gravierenden baulichen Mängel wie ein undichtes Dach oder massive Feuchteeinträge vorhanden, lässt sich Schimmel mit einfachen Maßnahmen wirksam vermeiden:

  • Möbel mit Abstand zur Außenwand aufstellen
  • dicke, raumhohe Vorhänge vermeiden
  • Stoß- oder Querlüften
  • Schlafzimmer morgens nach dem Aufstehen lüften
  • wenig genutzte Räume nicht vollständig auskühlen lassen
  • nach dem Baden oder Duschen intensiv lüften
  • Lüftungsanlagen regelmäßig warten: Filter alle 2–3 Monate reinigen, jährlich tauschen
  • Abfalleimer regelmäßig leeren und reinigen

Maßnahmen zur Mauerwerkstrocknung und Feuchteregulierung

Für eine nachhaltige Schimmelprävention ist es entscheidend, die Wände gründlich zu trocknen. Feuchtigkeit im Mauerwerk kann sowohl aus einem unzureichend getrockneten Neubau als auch durch Wasserschäden, beispielsweise durch Rohrbrüche, stammen. Mineralische Produkte wie IsoTex R70 von ClimateCoating® für Innen- und Außenbereiche entziehen dem Mauerwerk überschüssige Feuchtigkeit, gleichen Oberflächentemperaturen aus und reduzieren thermische Belastungen.

ThermoVital ergänzt diese Wirkung durch aktive Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit. Überschüssige Feuchtigkeit wird temporär aufgenommen und bei trockener Luft wieder kontrolliert abgegeben. Dadurch wird das Raumklima stabilisiert, punktuelle Kondensation verhindert und das Schimmelrisiko nachhaltig reduziert. Die Kombination aus Dämmung, Trocknung und Feuchtepufferung wird eine ganzheitliche Lösung geboten.

Schimmelbeseitigung und langfristige Prävention

Sichtbare Schimmelflecken an Wänden und Decken sind ein klares Warnsignal für lokale Feuchteprobleme. Schimmelpilze wachsen dort, wo Feuchtigkeit und Nährstoffe vorhanden sind. Temperatur und pH-Wert spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Schwarze oder braune Flecken sowie weißer Schimmelflaum müssen schnell und gezielt behandelt werden.

Die systematische Schimmelbeseitigung erfolgt in mehreren Schritten:

ThermoVital 123 schimmelfrei DE

  1. Befallene Stellen behandeln: Schimmelflecken mit unverdünntem Sanosil S010 ca. 5-10 cm über die Ränder hinausunter Verwendung einer Atemschutzmaske behandeln. Die abgestorbenen Schimmelbestandteile müssen anschließend durch gründliches Abwaschen bzw. Abbürsten oder Abreiben von der Oberfläche entfernt werden. Ideal ist die Verwendung einer Kunststoffbürste in Kombination mit warmem Wasser und einem Reinigungsmittel, damit sich die gelösten Schimmelpilzbestandteile in der Flüssigkeit binden und nicht aufgewirbelt werden. Wichtig: Schimmelpilzbestandteile nicht trocken abbürsten und nicht einatmen.
  2. Behandlung der Raumluft und möglicher Sekundärkontamination: mit Sanosil S003, Mobiliar kann im Raum verbleiben. Nach Entfernung befallener Wandbeläge empfiehlt sich eine erneute Behandlung mit Sanosil S010 unter Schutzanzug und Atemschutz. Wichtig: Nach der zweiten Applikation mit Sanosil S010 die Fläche nicht mehr abwaschen.
  3. Langfristige Vorbeugung oder bereits präventiv: Auftrag der Antischimmelfarbe ThermoVital, die Luftfeuchtigkeit reguliert, punktuelle Kondensation reduziert und erneuter Schimmelbildung effektiv vorbeugt. Die abtönbare Dispersion ermöglicht individuelle Farbgestaltung in über 100.000 Farbtönen für Wände und Decken

Auswirkungen auf die Gesundheit

Schimmel in Innenräumen stellt nicht nur ein bauliches, sondern auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Schimmelpilze setzen Sporen und mikrobielle Stoffwechselprodukte, darunter Mykotoxine, frei, die über die Atemluft aufgenommen werden. Dies kann besonders bei längerem Aufenthalt in belasteten Räumen zu akuten oder chronischen Beschwerden führen.

Fraum mit KopfschmerzenTypische Anzeichen für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schimmel sind unter anderem:

  • allergische Reaktionen und Allergieverschlechterungen
  • Atemwegsbeschwerden wie Husten, Kurzatmigkeit oder Bronchitis
  • brennende, gerötete oder tränende Augen
  • Halskratzen und Reizungen der Schleimhäute
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung
  • Hautausschläge sowie Pilz- und Hautinfektionen
  • Verdauungsprobleme
  • in schweren oder langfristigen Fällen Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Asthmatiker und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Da die Symptome häufig unspezifisch sind, bleibt eine Schimmelbelastung oft lange unerkannt. Umso wichtiger ist es, bereits erste Feuchteanzeichen ernst zu nehmen und nicht nur den sichtbaren Schimmel zu entfernen, sondern auch die Ursachen nachhaltig zu beheben.

Fazit

Fazit: Schimmelfrei und gesund mit ThermoVital

Produkte wie IsoText R70 in Kombination mit der schimmelhemmenden Wandfarbe ThermoVital sind äußerst effektiv gegen Schimmel: IsoText R70 gleicht Oberflächentemperaturen aus und trocknet das Mauerwerk, während ThermoVital die Raumluftfeuchtigkeit reguliert, punktuelle Kondensation verhindert und langfristig vor Schimmel schützt. Das Ergebnis ist ein gesundes, komfortables und energieeffizientes Raumklima – selbst in der kalten Jahreszeit.

Kalter Raum

Warum sich Räume trotz Heizung kalt anfühlen

Physikalische Ursachen und Lösungsansätze mit Funktionsfarben

Das subjektive Empfinden von Kälte in beheizten Räumen ist ein weitverbreitetes Problem. Es lässt sich nicht allein durch die gemessene Lufttemperatur erklären. Ausschlaggebend ist vielmehr die mittlere Strahlungstemperatur der Raumoberflächen. Selbst wenn die Lufttemperatur den Sollwert erreicht hat, können kalte Innenwände, Decken und Böden dem Innenraum weiterhin Wärme entziehen.

Kalte Räume und LuftzirkulationDurch den Temperaturunterschied zwischen warmer und kalter Luft entstehen zudem natürliche Konvektionsströmungen. Heizkörper nutzen diesen Effekt gezielt: Sie saugen kühlere Luft in Bodennähe an, erwärmen sie an der Heizfläche und führen sie als warme Luft nach oben ab. Entlang unterkühlter Wand- und Fensterflächen kühlt die Luft erneut ab, sinkt nach unten und verstärkt so die Zirkulation. Dadurch entstehen spürbare Luftbewegungen, die dem menschlichen Körper Wärme entziehen und das subjektive Wärmeempfinden deutlich reduzieren.

Dieses Phänomen tritt vor allem in Bestandsgebäuden mit geringer Wärmedämmung auf, kann aber auch in Neubauten mit großen Fensterflächen oder thermischen Brücken relevant sein. Kalte Oberflächen begünstigen zudem lokale Feuchteanreicherungen, wodurch das Risiko für Kondensation und Schimmelbildung steigt. Trockene Luft, wie sie durch Heizungen entsteht, verstärkt das subjektive Kälteempfinden und kann zu Unbehagen sowie einer Beeinträchtigung des Raumklimas führen.

Bauphysikalischer Kontext

Frau im kalten Raum

 

Kalte Oberflächen führen zu einem Abfall der mittleren Strahlungstemperatur und erhöhen die Wärmeabgabe des menschlichen Körpers. Gleichzeitig entstehen entlang dieser Flächen konvektive Luftbewegungen, die als Zugerscheinungen wahrgenommen werden und die Wärmeverluste zusätzlich verstärken. Das Ergebnis ist ein deutlich erhöhtes subjektives Kälteempfinden, obwohl die Lufttemperatur ausreicht.

Thermische Ungleichgewichte werden auch durch unterschiedliche Oberflächenmaterialien im Raum verstärkt. So abstrahieren große Glasflächen mehr Wärme, während massive Wandflächen je nach Dämmzustand stark abkühlen können. Dies führt zu einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung, welche sowohl den Komfort als auch die Energieeffizienz beeinträchtigt, da Nutzer höhere Raumlufttemperaturen einstellen, um das empfundene Kältegefühl auszugleichen, was wiederum den Heizenergiebedarf erhöht.

Funktionsfarben als Bestandteil des Wärmeschutzkonzepts

Moderne Funktionsfarben sind ein physikalisch fundierter, passiver Ansatz zur Optimierung der Oberflächenbedingungen im Innenraum. Aufgrund ihrer spezifischen Materialeigenschaften beeinflussen sie den Wärmehaushalt, die Feuchtigkeit sowie die Strahlung. Dadurch wird das subjektive Wärmeempfinden gesteigert. So tragen sie dazu bei, dass Räume gleichmäßiger temperiert sind und sich behaglicher anfühlen. Sie unterstützen die Stabilisierung der Luftfeuchtigkeit und können somit das Risiko von punktueller Kondensation reduzieren. Gleichzeitig wirken sie sich positiv auf das thermische Komfortempfinden aus, ohne dass zusätzliche technische Maßnahmen oder bauliche Eingriffe erforderlich sind.

Reflektive MembranDie ClimateCoating-Produktfamilie für Innenwände und Decken nutzt eine reflektierende Membrantechnologie mit ca. 50 % mikrofeinen, vakuumierten Hohlkörpern. Diese speichern Wärme aus Heizsystemen oder Sonneneinstrahlung und geben sie zeitversetzt wieder an den Raum ab. Durch diese gezielte Wärmefreisetzung steigen die Oberflächentemperaturen, Konvektionsströme werden reduziert und die Wärme wird gleichmäßiger im Raum verteilt. Damit bieten ClimateCoating-Produkte eine fachlich fundierte, passive Lösung für ein komfortables, gesundes und energieeffizientes Raumklima.

ClimateCoating-Produkte für Innenwände und Decken

Es stehen drei Anstriche für Innenwände und Decken zur Verfügung, die jeweils unterschiedliche Anforderungen erfüllen:

Innenanstrich ThermoPlus für gesundes Raumklima und große Farbenvielfalt, Gebinde 12,5 Liter

ThermoPlus – Wärmekomfort und Feuchtigkeitsregulierung

Speichert Wärme aus Heizsystemen oder Sonneneinstrahlung und gibt sie zeitversetzt wieder ab. Dadurch erhöht sich die mittlere Oberflächentemperatur, Konvektionsströme werden reduziert und ein gleichmäßigeres Wärmeempfinden im Raum entsteht. Die diffusionsoffene Struktur unterstützt zusätzlich die Feuchtigkeitsregulierung und stabilisiert das Raumklima.

ThermoVital – Schimmelprävention und Luftfeuchtigkeitsstabilisierung

Nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit temporär auf und gibt sie bei trockener Luft kontrolliert wieder ab. So bleibt die relative Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich von 45–55 %, punktuelle Kondensation wird reduziert und das Risiko mikrobieller Belastungen sinkt. Eignet sich besonders für Badezimmer, Küchen, Schlafzimmer und feuchtigkeitsanfällige Altbauten.

Lumen 12,5l

Lumen – Lichtreflexion und gleichmäßige Wärmeverteilung

Verstärkt die Lichtreflexion im Innenraum und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Strahlungsenergie. Dies erhöht nicht nur die Helligkeit, sondern unterstützt auch die Wärmeverteilung und steigert indirekt das subjektive Wärmeempfinden. Lumen ist ideal für helle Räume oder Räume mit großen Fensterflächen.

 

Verbesserung der thermischen Behaglichkeit

Warme Räume und LuftzirkulationDie Kombination dieser Wirkprinzipien führt zu einer deutlichen Verbesserung des Raumklimas. Durch die Erhöhung der Oberflächentemperaturen, die Reduzierung von Konvektionsströmen und die Stabilisierung der Luftfeuchtigkeit nimmt die thermische Behaglichkeit signifikant zu. Gleichzeitig wird eine gleichmäßigere Wärmeverteilung zwischen Decken- und Bodenbereich erreicht. Dadurch werden unangenehme Temperaturunterschiede vermieden und kalte Füße gehören der Vergangenheit an. Unter realen Nutzungsbedingungen lassen sich dadurch Heizkosten, Strom und Energie von bis zu 30 % sparen, ohne dass zusätzliche technische Systeme oder bauliche Eingriffe erforderlich sind. Das erhöht den Wohlfühleffekt deutlich und senkt die Heizkosten nachhaltig.

Funktionsfarben bieten somit eine effektive Möglichkeit, das Raumklima zu optimieren und den Heizenergiebedarf nachhaltig zu senken – besonders in Bestandsgebäuden, Wohnungen, Büros oder öffentlichen Einrichtungen, in denen bauliche Maßnahmen nur eingeschränkt möglich sind.

Nachhaltiger Wärmeschutz ohne zusätzliche Energie

Im Gegensatz zu aktiven Heiz- oder Lüftungssystemen wirken Funktionsfarben rein passiv. Der winterliche Wärmeschutz entsteht allein durch die physikalischen Eigenschaften der Materialien. Die langlebigen Oberflächen von ThermoPlus, ThermoVital und Lumen reduzieren zusätzlich Verschmutzungen und verlängern die Renovierungsintervalle, wodurch langfristig auch Ressourcen eingespart werden.

FazitFazit: Ein Wärmegefühl entsteht durch Strahlung 

Wer sich fragt, warum ein Raum trotz laufender Heizung kalt wirkt, sollte daher nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Oberflächenqualität der Wände berücksichtigen. Energieeffiziente Funktionsfarben bieten eine passive, nachhaltige Lösung, die das Raumklima verbessert, Heizkosten reduziert und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit reguliert – ganz ohne bauliche Eingriffe. So wird der Winter im eigenen Zuhause nicht nur wärmer, sondern auch angenehmer und gesünder.

 

Winterlicher Wärmeschutz

Intelligenter Schutz gegen Winterkälte

Winterlicher Wärmeschutz im Innenraum: Energieeffiziente Lösungen mit Funktionsfarben

Der winterliche Wärmeschutz ist ein zentraler Bestandteil der energieeffizienten Gebäudeplanung. Das Ziel besteht darin, Wärmeverluste in der kalten Jahreszeit zu minimieren, den Heizenergiebedarf zu senken und gleichzeitig eine hohe thermische Behaglichkeit in Innenräumen sicherzustellen. Neben Dämmung, Fenstern und Heiztechnik gewinnen dabei zunehmend innenraumwirksame Maßnahmen an Bedeutung. Eine solche Maßnahme ist der Einsatz moderner Funktionsfarben für den Innenbereich.

Definition und bauphysikalischer Kontext

Winterlicher Wärmeschutz Haus

Als winterlichen Wärmeschutz bezeichnet man alle baulichen und materialtechnischen Maßnahmen, die den Wärmeabfluss aus beheizten Räumen reduzieren. Dabei sind nicht nur die U-Werte der Bauteile entscheidend, sondern auch das Zusammenspiel von Oberflächentemperaturen, Luftbewegungen und dem Feuchtigkeitsverhalten im Innenraum.

Kalte Wandoberflächen führen zu Konvektionsströmen, einem erhöhten Heizbedarf und einem subjektiv kühleren Raumempfinden, selbst wenn die Raumlufttemperatur ausreicht. Der winterliche Wärmeschutz zielt daher auf eine gleichmäßige Temperaturverteilung und die Reduzierung thermischer Ungleichgewichte ab.

Innenwandfarben als Bestandteil des Wärmeschutzkonzepts

Die Oberflächen von Innenwänden beeinflussen den Wärmehaushalt eines Raumes maßgeblich. Konventionelle Dispersionsfarben besitzen kaum wärmeregulierende Eigenschaften. Energieeffiziente Funktionsfarben wie ThermoPlus von ClimateCoating® nutzen hingegen physikalische Effekte, um Wärme im Raum zu halten und sie kontrolliert wieder abzugeben.

Die eingesetzte reflektive Membrantechnologie basiert auf mikrofeinen, vakuumierten Hohlkörperstrukturen. Diese bilden nach dem Auftrag eine zusammenhängende, wärmereflektierende Schicht. Diese Membran speichert Wärmeenergie aus Heizsystemen oder solaren Gewinnen und reflektiert sie zeitverzögert in den Raum zurück.

Verbesserung der thermischen Behaglichkeit im Winter

Durch die Speicherung und gleichmäßige Abgabe von Wärme erhöht sich die mittlere Oberflächentemperatur der Wände. Dadurch werden Konvektionsströme an kalten Flächen reduziert und Temperaturunterschiede zwischen Boden- und Deckenbereich ausgeglichen. Die Folge ist eine deutlich verbesserte thermische Behaglichkeit, da der Mensch nicht nur auf die Lufttemperatur, sondern auch auf die Strahlungstemperaturen reagiert.

In der Praxis kann dieser Effekt den Heizenergiebedarf signifikant senken. Unter realen Nutzungsbedingungen sind Heizenergieeinsparungen von bis zu 30 % möglich, ohne dass zusätzliche technische Systeme oder bauliche Eingriffe erforderlich sind.

ThermoPlus Winterlicher Wärmeschutz

Feuchtigkeitsregulierung als Teil des winterlichen Wärmeschutzes

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Feuchteverhalten von Innenräumen. Trockene Heizungsluft im Winter führt häufig zu Unbehagen, einem erhöhten Staubaufkommen und einer Belastung der Atemwege. Gleichzeitig begünstigen kalte Wandoberflächen lokale Feuchteanreicherung und Schimmelbildung.

Funktionsfarben wie ThermoPlus sind diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend. Sie nehmen überschüssige Luftfeuchtigkeit temporär auf und geben sie bei trockener Raumluft wieder ab. Dadurch stabilisiert sich die relative Luftfeuchtigkeit bei etwa 55 %, was aus bauphysikalischer und hygienischer Sicht als optimal gilt. Gleichzeitig wird die Bildung von Kondensat an Wandoberflächen reduziert.

Nachhaltiger Wärmeschutz ohne zusätzliche Energie

Im Gegensatz zu aktiven Heiz- oder Lüftungssystemen arbeitet die Funktionsfarbe rein passiv. Der winterliche Wärmeschutz entsteht allein durch die Materialeigenschaften und physikalische Wirkprinzipien. Dies macht ThermoPlus besonders interessant für den Einsatz in Bestandsgebäuden, Wohnungen, Büros und öffentlichen Einrichtungen, in denen bauliche Maßnahmen nur eingeschränkt möglich sind.

Zusätzlich tragen langlebige, antielektrostatische Oberflächen dazu bei, Verschmutzungen zu reduzieren und Renovierungsintervalle zu verlängern. Dadurch wird nicht nur Energie gespart, sondern auch der Ressourcenverbrauch langfristig gesenkt.

FazitFazit: Funktionsfarben als clevere Ergänzung zum Wärmeschutz

Der winterliche Wärmeschutz moderner Gebäude erfordert ein ganzheitliches Verständnis von Bauphysik und Raumklima. Energieeffiziente Innenwandfarben wie ThermoPlus sind eine wirkungsvolle Ergänzung zu klassischen Dämmmaßnahmen. Durch Wärmespeicherung, gleichmäßige Wärmeabgabe und Feuchtigkeitsregulierung verbessern sie sowohl die Energieeffizienz als auch die Aufenthaltsqualität in Innenräumen.

Damit leisten Funktionsfarben einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigem Bauen, reduziertem Energieverbrauch und gesundem Wohnen – insbesondere in Zeiten steigender Heizkosten und wachsender Anforderungen an den Klimaschutz.