Auf der niederländischen Insel Texel wurden im Zeitraum von Juli bis August 2021 drei identische Container unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen. Untersucht wurden ein Container mit Standardbeschichtung, ein Container mit 10 cm EPS-Innendämmung sowie ein Container mit ThermoActive. Die Messungen erfolgten ohne Heizung oder Kühlung.
Das Problem
Metallcontainer können sich bei intensiver Sonneneinstrahlung stark aufheizen. Für Lagerung, Logistik und weitere temperaturempfindliche Anwendungen stellt sich daher die Frage, mit welchen passiven Maßnahmen sich der Wärmeeintrag und die sommerliche Aufheizung wirksam reduzieren lassen.
Die Lösung
Im direkten Vergleich wurden zwei unterschiedliche physikalische Ansätze untersucht: Wärmedämmung durch eine 10 cm starke EPS-Innendämmung und Reflexion der Sonnenstrahlung durch eine ClimateCoating® Außenbeschichtung.
Während eine Dämmung den Wärmestrom durch die Gebäudehülle reduziert, setzt die reflektierende Beschichtung bereits an der Außenseite an und verringert den solaren Wärmeeintrag. Reflexion und Dämmung wirken damit auf unterschiedliche Weise und können sich auch sinnvoll ergänzen.
Das Ergebnis
Als Vergleichsgröße wurde die Mean Kinetic Temperature (MKT) über den Messzeitraum herangezogen:

Der mit ClimateCoating® beschichtete Container erreichte damit im Versuchszeitraum die niedrigste mittlere kinetische Temperatur. Gegenüber dem Standardcontainer lag die MKT um 1,8 °C niedriger, gegenüber dem EPS-gedämmten Container um 0,8 °C. Besonders relevant ist, dass diese Ergebnisse ohne aktive Heizung oder Kühlung erzielt wurden.
Praxisrelevanz
Der Vergleich zeigt, dass eine reflektierende Außenbeschichtung einen wirksamen Beitrag zur passiven Reduzierung der sommerlichen Aufheizung leisten kann. Für Container, Lagerbereiche oder andere leichte Metallkonstruktionen können Reflexion und Dämmung je nach Anforderung einzeln eingesetzt oder miteinander kombiniert werden.
Dächer, Industrie